Seit der Einführung der lokalen Agenda 21 wird der Dialog zwischen Politik
und Bürgern weiter in den Vordergrund gerückt.
Ziel ist es, verschiedene Interessengruppen in Gestaltungs- und Entscheidungsfragen
mit einzubeziehen und die Teilnahme (Partizipation) als kommunikativen Prozess
zu verstehen.
Es geht darum, möglichst jedem die Gelegenheit zu bieten, sich ohne Mühen
einbringen zu können. Dafür ist es in unserer heutigen Zeit wichtig,
dass diese Angebote auf ein Thema (z.B. Entwicklung der Dreisam) und zeitlich
begrenzt sind. Der einzelne Bürger soll einen persönlichen Bezug
zum Thema haben und aufgrund dessen, interessiert sein, sich für diese
Sache zu engagieren.
Diese Art der Bürgerbeteiligung ist eine einfache Verfahrensweise, um viele Probleme, die bei Planungsvorhaben von Städten und Gemeinden entstehen würden, zu umgehen und den Prozess zu vereinfachen und zu verkürzen. In Arbeitsgruppen werden durch die Zusammenarbeit von Bürgern, Behörden und Fachleuten Ideen zu konkreten Vorschlägen erarbeitet, die dann für die weitere Planung zur Verfügung stehen. Dies führt dazu, dass die Planungsträger aus einem großen Pool von Ideen schöpfen können und sich das Verhältnis zwischen Bürgern und Behörden deutlich verbessern kann. Die Möglichkeit, dass Ideen von Bürgern in die Planungen miteinbezogen und realisiert werden, verstärkt bei jedem einzelnen das Heimatgefühl .
Um eine konstruktive Mitarbeit der Bürger zu ermöglichen, ist ein respektvoller Umgang miteinander von großer Wichtigkeit. Auf Informationsveranstaltungen wird kompetent über die Rahmenbedingungen der zu erarbeitenden Planung referiert. In die Arbeitsgruppen werden Fachleute miteinbezogen, um zu gewährleisten, dass erarbeitete Gestaltungsvorschläge realisierbar sind und keine Ideen bleiben müssen.
Für diesen neuen Weg muss zu Beginn mehr Arbeit hinsichtlich Bürgerinformation
und Erarbeitung von konkreten Gestaltungsvorschlägen geleistet werden.
Es zeigt sich aber zunehmend, dass die Ersparnis an Arbeit, Finanzen und Zeit
im weiteren Verlauf der Planungsprozesse überwiegt und so lange Wege durch
die Gerichte vermieden werden können.