Begradigung der Dreisam

Erst nach der Aufnahme der Dreisam in den Badischen Flussbauverband und den damit in Verbindung stehenden finanziellen Mitteln, war es möglich, die Dreisam unter dem Gesichtspunkt des Hochwasserschutzes für die anliegenden Gemeinden zu begradigen. Abschnitt für Abschnitt wurde nach den Plänen von Johann Gottfried Tulla ab 1817 begradigt und in Dämme gefasst:

Zeitraum Abschnitt
   
1822 – 1824 Freiburg Stadtgebiet bis Obere Betzenhauser Gemarkungsgrenze
1824 Obere Betzenhauser Gemarkungsgrenze bis Lehener Brücke
1831 – 1834 Lehener Brücke bis Hugstetten – Schwarzmatten
1837 – 1843 Neuershausen – Bötzinger Brücke bis Riegel
1842 – 1845 Hugstetten bis Obere Neuershauser Gemarkungsgrenze
1837 – 1842 Leopoldskanal von Riegel bis zur Mündung in den Rhein

So wurden zunächst das neue Flussbett ausgebaggert und mit dem gewonnenen Erdreich die Dämme beiderseits des neuen Laufes aufgeschüttet. Die Ufer wurden anfangs mit Faschinaten und Bepflanzung gesichert. Als neue Hochwässer diese allerdings regelmäßig mitrissen, wurden große Teile der Uferzonen mit Steinen gepflastert. Zudem wurde die durch die erhöhte Fließgeschwindigkeit der Tiefenerosion ausgesetzte Sohle im Nachhinein durch Querschwellen aus Holz und Stein gesichert.
Bis zum heutigen Tag sind Nachbesserungen besonders nach hohen Abflüssen nötig, grundsätzlich tritt die Dreiam mittlerweile aber selbst bei höheren Wasserständen nur noch selten über ihre Dämme.

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